Das Fenster gegenüber von Jean-Pierre Martinez

Ein älterer Romanautor am Rande des Selbstmords bekommt unerwartet Besuch von einer jungen Frau, die behauptet, ihre Katze verloren zu haben. Eine Begegnung, die sein Leben verändern wird…

Übersetzung des Authors
Französischer Originaltitel : La Fenêtre d’en face

Besetzung: 1 Mann und 1 Frau.

Stück geschrieben im August 2021

Uraufführung im Saint Maixent l’Ecole, Salle des fêtes, 11. Juni 2022

Englische Übersetzung: The window across the courtyard (Übersetzung des Authors)

Spanische Übersetzung:  La Ventana de enfrente (Übersetzung des Authors) 

Portugiesische Übersetzung : A janela da frente (Übersetzung des Authors)

Czech Übersetzung: Okno Odnaproti (Übersetzung von Jaromír Janeček)

 

Text und Musik: Jean-Pierre Martinez

Diese Lieder können, ohne dass ihre Verwendung verpflichtend ist, im Rahmen einer Inszenierung genutzt werden. Hierfür genügt eine Anfrage beim Autor; zusätzliche Gebühren fallen nicht an.

Die Audiodatei ist auf Anfrage erhältlich, sofern zuvor die Genehmigung des Autors zur Aufführung des Theaterstücks eingeholt wurde.

Link zur Seite des Liedes auf der Website Jean-Pierre Martinez Music

Die Vergangenheit annehmen und weitergeben, um in die Welt zurückzufinden

Das Fenster gegenüber verortet Alexanders Einsamkeit im abgeschlossenen Raum seiner Wohnung, die zum materiellen Ausdruck seines Rückzugs aus der Welt geworden ist. Mit Madisons Auftauchen treffen weniger zwei Generationen aufeinander als zwei unterschiedliche Arten, Zeit zu erleben: Die eine scheint auf die Zukunft gerichtet, die andere in ihren Bedauern gefangen. Hinter Ironie, Missverständnissen und kulturellen Gegensätzen verbirgt sich jedoch eine gemeinsame Unruhe angesichts von Abwesenheit, Herkunft und der Notwendigkeit, der eigenen Geschichte einen Sinn zu geben.

Die Dramaturgie des Zweipersonenstücks begleitet feinfühlig den Weg vom Misstrauen zur Vertrautheit und anschließend vom Gespräch zur Enthüllung. In dieser reduzierten Anlage entsteht die Emotion aus dem Zuhören, aus den Pausen und aus dem, was beide einander erst spät anvertrauen. Das Fenster wird so zur Grenze, zum Spiegel und zum Übergang: Der Blick nach gegenüber zwingt Alexander dazu, erneut auf sein eigenes Leben zu schauen. Die Weitergabe verläuft jedoch nicht nur in eine Richtung; beide eröffnen einander die Möglichkeit, das anzunehmen, was sie mit der Vergangenheit verbindet, und sich vorzustellen, dass eine Geschichte noch weitergehen kann.

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